Willkommen zurück – nach dem Urlaub ist…

…vor dem Urlaub. Genau. Und das tröstet mich.

Wir sind wieder da: nach 4.200 km Autobahn zwischen Frankreichs schönsten Fleckchen und LE, davon 1.400 km Heimreise, wartet hier ab morgen der Alltag darauf uns wieder einzufangen. Aber heute ist noch freii… heute ist noch Urlaub… und heute ist schön. 🙂

Falls sich heute Lust und Zeit einstellt, kommen noch einige Berichte und Bilder aus Frankreich, sowie ein paar Ergänzungen zu den anderen Zielen auf die Seite, ansonsten aber sicher im Laufe der Woche. So viel vorab: Der Urlaub war Klasse, frei von Pannen, die Franzosen erträglich und das Wetter zumindest nicht richtig schlecht. 

In der Bretagne und Normandie – Zwischen Baguette, Merci und c’est la vie.

Viele Gruesse aus der Normandie in die Heimat… Es geht uns gut und unsere Erlebnisse erzaehlen wir Euch daheim bei einem Cafe… 🙂

Bis spaetestens Sonntag – dann wieder per Festnetz,

Anke und Rene

14.08.: Mittlerweile sind wir in der Bretagne. Bisherige Stationen Rouen, Etretat, Trouville, Mt. St. Michel, Penvenan, Plouharnel

34. Tag: Alcatraz – Ein Mythos

Alcatraz ist schon etwas besonderes. Es war das sicherste Gefängnis der USA zwischen den 40er und 60er Jahren, bis der Unterhalt zu teuer wurde und man beschloss, den Betrieb aufzugeben.

Auch heute ist noch gut nachzuvollziehen, wie das Gefängnisleben gewesen sein muss. Die Audiotour, komplett von ehemaligen Häftlingen und Aufsehern gesprochen sowie mit authentischen Tonaufnahmen untermalt, vermittelt einen guten Eindruck vom kalten und eintönigen Alltag vergangener Tage.

Das war dan auch schon die letzte Station. Und als ich mich am Nachmittag mit meinem Auto durch die Rush-Hour bis zum Flughafen gekämpft hatte, war auch die letzte Station meiner Reise Geschichte. Die Heimreise verlief bis Frankfurt nahezu reibungslos, außer, dass ich den geplanten schnellen ICE durch die langsame Einreisekontrolle um 5 Minuten verpasst habe. Der nächste Zug hatte dann Verspätung, aber 0:30 Uhr betrat ich wieder Leipziger Boden. Und dann geht´s nach Frankreich..

31. Tag: Kings Canyon Nationalpark – Auge in Auge mit Meister Petz

Dieser Nationalpark ueberraschte mit einer fast noch groesseren Gewaltigkeit. … und dort habe ich dann auch Meister Petz und einer Klapperschlange leibhaftig ins Auge gesehen. Offen gesagt: Als ich den Baer auf der anderen Seite des Flusses entdeckte, war ich ganz aufgeregt und fand das supertoll. Als sich das Buerschchen aber entschloss, auf meine Seite des Flusses zu wechseln, ging mein Herz schon etwas schneller, zumal er mir damit den Rueckweg abschnitt. Nachdem ich 2 Minuten den Rueckzug angetreten hatte, also in die andere Richtung gegangen und damit statt dem noch bevorstehendem Viertel wieder drei Viertel Weg zurueckzulegen haette, ueberlegte ich es mir anders. Stock genommen, Herz gefasst und zurueck… Wir trafen uns dann auch, zwinkerten uns zu und ich fuehlte mich toll. 🙂 Ein echter Baer… schon cool.

Fuer die Nacht habe ich mich auf dem dortigen Campingplatz nieder gelassen und mein Zelt zum zweiten Mal benutzt. Ich glaube, ich konnte gestern Abend Frieden mit ihm schliessen. 🙂

30. Tag: Yosemite Nationalpark – Yosemite Nationalpark – Natur pur

Yosemite ist atemberaubend. Ueberall kreucht und fleucht es und die Landschaft ist der Wahnsinn. Ich verbrachte einen Tag und eine Nacht dort, lauschte einem Ranger beim Sunset-Talk und genoss die einzigartige Natur. Zu rechnen ist dort mit Baeren, Kojoten, Bergloewen, Rehen, Klapperschlangen, Eichhoernchen uvm. Am naechsten Tag machte ich mich dann auch schon auf den Weg zu meinem naechsten Ziel… dem

29. Tag: Nicht San Francisco – … denn es gab keinen Raum in der Herberge

Den Flug nach San Francisco haette ich beinahe verpasst: Irgendwie hatte ich Sonntag in Erinnerung, da ich mich aber nicht auf den Oeffentlichen Nahverkehr auf Fiji verlassen habe und doch einige Restzweifel bestenden, bin ich bereits am Samstag zurueck nach Nadi gefahren und konnte so noch puenktlich zum Flieger eilen.

So ganz reibungslos ging es trotzdem nicht weiter: Die Dame am Schalter verweigerte mir den Check-in, da ich keine Aufenthaltsadresse in San Francisco angeben konnte. Zum Glueck hatte ich mir einige Telefonnummern und Adressen im Hostel aufgeschrieben, die ich dann in den USA kontaktieren wollte. Also musste ich das sofort machen. Zu allem Ueberfluss war aber das Telefonnetz des Flughafens ausgefallen – es half nichts: Ich habe mit meinem Handy telefonieren muessen. Meine Liste schmolz schnell und die Gespraeche waren kurz: Sorry… mehr gibts wohl nicht zu sagen. Ich hab dann der Dame am Check-in trotzdem eine der Hosteladressen gegeben. Mich wird schon niemand tatsaechlich suchen. 🙂 Sie war es dann auch zufrieden und ich im Flieger.

Wer, wie ich, erwartet haette, dass San Francisco ueber einen pulsierenden Flughafen verfuegt, waere, wie ich, enttaeuscht worden. Immerhin gab es vier Informationsstaende … von denen genau 0 Stueck besetzt waren. Ich brauchte neue Infos: Also rein in den Flughafen und Reisefuehrer gekauft. Die angegebenen bezahlbaren Hostels, also die 3, die ich noch nicht kannte, begannen Ihre Antworten auf meine Frage nach Raum in Ihrer Herberge wie die zuvor angerufenen. Also ooch nischt zu finden. Ich musste umplanen…

Da ein Auto fast immer in Dach hat und einem Zimmer nicht allzu weit entfernt verwandt ist, entschloss ich mich, es gleich abzuholen… fuer 3 Tage spaeter war es ja eh schon reserviert. 30 Minuten und 280 happige US Dollar spaeter hatte ich dann in Form eines schicken, weissen Chrysler PT Cruiser eine „Bleibe“ und weitere 30 Minuten spaeter (nachdem ich mich an die Funktionsweise von Automatikautos erinnern konnte) befand ich mich auf den Weg in den 350 km entfernten Yosemite Nationalpark. Da wollte ich sowieso hin – schau ich mir San Francisco eben am Ende an: Die Tour nach Alcatraz hatte ich eh fuer meinen Abreisetag gebucht.

So dueste ich ohne Plan und Verstand durch die naechtlichen Randbezirke von San Francisco in der Hoffnung, dass so was Beruehmtes schon ausgeschildert sei. Einen viertel Tank spaeter sah ich auch hier ein, dass das so nichts wird und hab mir ne Strassenkarte gekauft. Da Amerikaner interessanter Weise auf Ortseingangsschilder gern und oft verzichten, fragte ich den dunklen Tankstellenmann, ob er mir zeigen koenne, wo wir sind und breitete gespannt meinen Neuerwerb auf seinem Tisch aus. Nicht ohne sich fast zu entschuldigen quittierte er jedoch die Frage damit, „dass das zu schwer sei und ich lieber einen Weissen fragen solle. Die wuerden oefters rumfahren und koennen so etwas Er gehe jeden Tag nur auf Arbeit und den Weg wuesste er.“ Vom Yosemite Nationalpark hatten weder er, noch der folgende Fiji-Tankstellenmann noch nie etwas gehoert. Immerhin wusste ich aber an der zweiten Tankstelle endlich, wo mich mein alufelgenbereiftes Urlaubsquartier hingefuehrt hatte und ich die grobe Richtung war auch nicht verkehrt.

So ging es weiter und ich uebernachtete auf einem Parkplatz mit bester Fernsicht, nur noch 80 km von meinem Ziel entfernt.

26.-28. Tag: Levuka / Caqalai – Die lange Fahrt ins Paradies

Nach meiner Tauchfahrt wollte ich die Zeit unbedingt nutzen und eine andere Insel erkunden. Die Wahl fiel auf Caqualai und wie sich herausstellen sollte, war diese Wahl mehr als gluecklich.

Vor meinem Trip freute ich mich auf eine „authentische Fahrt in einem lokalen Bus“. Das ist schliesslich die beste Art sich unter Einheimische zu mischen und sich in Ruhe Gegend und Treiben anzuschauen. Nach 5 Stunden halbseitigen Sitzens und verzweifelt dem grossen, doesenden Mann der beim Vor-sich-hin-daemmern starke Schlagseite in meine Richtung bekam, Paroli bietend, hatte die Sache betraechtlich an Charme verloren.

Suva / Viti Levu:

Ich hatte es geschafft und war im Hupkonzert der bunten, pulsierenden und ziemlich stinkenden Busstation angekommen. Suva ist die jetzige Hauptstadt von Fiji und vielleicht etwas groesser als Aue, aber mit Menschen vollgestopft. Da es schon 17 uhr war und keine Aussicht auf ein Weiterkommen nach Ovalau bestand, musste ich mir ein Quartier suchen. Ich landete in der „Colonial Lodge“, einem schicken Haus das Unterkunft im Rahmen der Familie anbot. So lernte ich Mama „Susi“, Ihren Vater „Mossy“ und Ihre zwei Jungs, von denen einer „Collin“ hiess, kennen und durfte fuer 10 F$ am abendlichen Essen teilnehmen. Ich glaube, es waren vergleichsweise reiche Leute und hinsichtlich der Ausstattung sah es nicht viel anders aus, als in unseren Breiten. Laptop, TV usw…

Levuka / Ovalau:

Am kommenden Vormittag warf ich mich dann nochmals ins bunte Treiben von Suva. Ich gewoehnte mich an das Gewusel recht schnell und fuehlte mich bald als Teil dessen. Ich kämpfte mich durch die Markthalle, wehrte Verkaeufer ab und kostete einige mir sicher erscheinende, einheimische Speisen. Dann buchte ich fuer 29 F$ den Trip nach Levuka, der 13 Uhr startete und gegen 18 Uhr sind wir nach einer Bus-Faehre-Bus-Fahrt angekommen. Bereits nach der Faehrüberfahrt war offensichtlich, dass wir in einer anderen Welt gelandet waren: Der Fahrer hupte bei fast jedem zu sehenden Menschen oder Haus und Kinder und Erwachsene winkten dem Bus zu, der augenscheinlich das Ereignis eines fast jeden Tages zu sein schien. Die Strasse war eher als „Piste“ zu bezeichnen und wir hielten an unterschiedlichsten Stellen wo Leute oder geschnuerte Pakete ab- bzw. eingeladen wurden.

Levuka ist ungefaehr so gross wie Bernsbach und die urspruengliche Hauptstadt von Fiji. Fast alles befand sich an der Hafenstrasse, was dem Register am Stadtplan die letzte Spannung nahm. Ich quartierte mich mit Iain, einem Englaender mit dem ich beim Aussteigen ein Paar Worte wechselte, in „Marys Lodge“ ein. „Mary“ ist uebrigens die Schwester von „Suva-Susi“. Noch auf der Schwellte verabredeten wir uns zum Bier und waren 10 Minuten spaeter bereit, und ins doerfliche Nachtleben zu werfen. Wir fanden eine Pizzeria, waren die einzigen Gaeste und gingen anschliessend in den Ovalau-Club. Auch hier waren wir neben 7 Maedchen, von denen die Haelfte aussah wie Jungs, die einzigen Gaeste. Der Kava hat trotzdem geschmeckt, auch wenn die Zusammenkunft insgesamt ziemlich schraeg war. 🙂 

Am naechsten Tag buchte ich die Ueberfahrt nach Caqalai, einer Insel, die man in 15 Minuten zu Fuss umrunden kann. Ein echtes Einod. Ferner kann man dem Alltag und Stadtleben nicht sein. Umgeben von einem grossartigen Korallenriff und feinem Sandstrand, Livemusik beim Abendessen uvm. war das Urlaub in seiner reinsten Form … Die Bilder folgen und werden mehr von der Geschichte erzaehlen…

22.-25. Tag: Volivoli – Tauchen in kristallklarem Wasser

Zurueck aus Volivoli, das bei Rakiraki auf der Hauptinsel Viti Levu liegt (ich haetts auch nicht gewusst :)) ), kann ich auf erlebnisreiche und einmalige Tage zurueckblicken, deren Eindruecke ich kaum in einem ueberschaubaren Text verpacken kann.

Mit lokalen Bussen machte ich mich, gemeinsam mit zwei Englaenderinnen, auf den Weg zu unserem Tauchkurs nach Volivoli. Nach einer gefuehlten Ewigkeit sind wir auch tatsaechlich dort angekommen und ahnten, dass wir eine gute Entscheidung getroffen hatten.

Phantastisch direkt am Meer gelegen, fand man sich in einem Fleckchen wieder, das nach dem Fiji aussah, wie man es sich wohl im Rest der Welt vorstellt. Leider mussten wir einen ganzen Tag damit zubringen, die Theorie des Tauchens aus einem Buch zu erarbeiten. Am Strand und unterbrochen von einigen Schnorcheltripps war das aber auszuhalten.

Nach einigen Theorieuebungen ging es dann auch recht flott zur Sache und der erste Tauchgang stand an… Es ist Wahnsinn, was sich dort (bis auf 20 Meter Tiefe waren wir) abspielt… Korallen, Fische, Stachelrochen und viele, viele Dinge, deren Namen ich nicht kenne in allen denkbaren Farben. Und das alles in kristallklarem Wasser, bei einer Wassertemperatur von 28 Grad (hier ist Winter!!!) mit einer Sichtweite von mehr als 25 Meter.
Es ist wirklich nicht zu beschreiben.

Und ich habe es geschafft… (was nichts Besonderes ist, denn das schafft nahezu jeder):
Ich bin zertfifizierter OPEN WATER DIVER (Taucher). Hoert sich schick an, oder? 🙂

Jetzt, zurueck in Nadi und plane den morigen Tag. Es geht vermutlich nach Ovalau, das im Osten der Hauptinsel liegt.